Online-Handel – Notwendige Innovation im Bereich der Finanzbuchhaltung

erstellt am 21.11.2014 | Kategorie: Onlinehandel

Als Unternehmer kennen Sie die steuerlichen und handelsrechtlichen Anforderungen an das Rechnungswesen. Die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) fordern die Nachprüfbarkeit und Vollständigkeit der Buchführung sowie die lückenlose Dokumentation aller Belege („keine Buchung ohne Beleg“). Das hat besondere Bedeutung bei der Umsatzsteuer. Hier sind die Anforderungen besonders hoch.

Im Online-Handel kommt nun eine zusätzliche Dimension ins Spiel:
der Multi-Channel-Vertrieb. Die Abwicklung des Online-Shops über Plattformen wie plentyMarkets, Afterbuy, Amazon usw. treibt die „normale“ Buchhaltung schnell an die Grenzen des Machbaren. Mehrere tausend Ausgangsrechnungen pro Monat sind keine Seltenheit. Der starke Wettbewerbsdruck im Onlinehandel erfordert gleichzeitig niedrige Handlungskosten. Handarbeit muss also die absolute Ausnahme bleiben.

Die manuelle Verbuchung und das Abstimmen der Kundenforderungen aus z.B. Paypal-Abrechnungen ist nahezu unmöglich und sehr fehleranfällig. Neben den Zahlungen müssen auch noch Gebühren und regelmäßig auch Fremdwährungen gebucht werden.

Mit herkömmlichen Mitteln ist eine ordnungsgemäße und gleichzeitig günstige Erstellung der Finanzbuchhaltung nicht mehr möglich. Spätestens an dieser Stelle, hat der Steuerberater-Pendelordner ausgedient.

Transparenz und Sicherheit

Noch wichtiger als diese formalen Anforderungen sind meiner Meinung nach die Sicherheit und Transparenz für Sie als Unternehmen. Sie müssen zu jeder Zeit die wirtschaftliche Entwicklung Ihres Unternehmens im Auge haben um im richtigen Moment die richtige unternehmerische Entscheidung treffen zu können.

Als Online – Händler kalkulieren Sie Ihre Produkte mit spitzer Feder. Neben der hohen Preistransparenz zehrt eine Vielzahl von Gebühren (z. B. PayPal, Amazon, Ebay) an der Marge. Da müssen Sie sicher sein können, dass die Kalkulation und die vorliegenden Betriebswirtschaftlichen Auswertungen die Realität widerspiegeln.

Hochgradige Automatisierung

Zur Erstellung der Finanzbuchhaltung muss heute kein Beleg mehr versendet werden. Kein zeitraubendes Vorsortieren mehr. Die Verbuchung erfolgt täglich, wöchentlich oder monatlich, hochgradig automatisiert. Spezielle Software ermöglicht die schnelle und sichere Verbuchung und somit auch Überprüfung der (Plattform-) Abrechnungen. Außerdem werden die dazugehörigen Zahlungen (paypal, Kreditkarte, Bank…) sofort verbucht und geben tagesaktuell sichere Informationen.

Entscheidend für die Sicherheit und Effizienz der Abläufe ist der Einsatz von modernster Technik und Software sowie Schnittstellen.

Somit sind ein effizientes Mahnwesen, Liquiditätsplanung oder aussagekräftige Soll-Ist Vergleiche (z.b. für Bankgespräche) Standard.

Das Controlling

Überlebenswichtig sind aussagekräftige betriebswirtschaftliche Kennzahlen. Der Onlinehändler muss nicht nur den Umsatz pro Verkaufsplattform, sondern auch die Höhe der Gutschriften, sowie die weiterberechneten Versandkosten kennen. Auch die Gebühren der verschiedenen Plattformen wollen kontrolliert sein. Bei Gebühren bis zu 21% des Bruttoumsatzes ist auch die schönste Marge schnell verbrannt.

Der Online-Unternehmer

Der Internethandel bietet vielfältige und immense Entwicklungsmöglichkeiten. Auch wenn die hier dargestellten Anforderungen sehr speziell sind, ein Prinzip gilt auch für das e-commerce: nicht der Umsatz alleine ist wichtig, der wirtschaftliche Erfolg zeigt sich auch hier im Deckungsbeitrag. Den müssen Sie als Unternehmer im Auge behalten. Um die Zeit für das Wesentliche zu haben, sollten Sie als Online-Unternehmer, diese administrativen Leistungen an professionelle und erfahrene Partner übertragen.


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